Glossarbeiträge

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Agiles Arbeiten
Hat da jemand agil gesagt? Kaum ein anderes Wort wird so oft verwendet, wie agil. Agiles Arbeiten, agiles Projektmanagement, agile Methoden, agile Führung……Doch was ist damit eigentlich genau gemeint? Agilität bedeutet im Ursprung Flexibilität, Beweglichkeit. Agiles Arbeiten soll also dazu führen, dass Unternehmen flexibler, effizienter und reaktionsfreudiger bei Veränderungen reagieren können. Doch dies geschieht nicht einfach von selbst. Um agile Arbeitsmethoden im Unternehmen zu etablieren, gehört weitaus mehr dazu, als nur ein guter Vorsatz der Geschäftsführung. Es ist ein langer Prozess, der gerade die veränderungsgeplagte Mitarbeiterschaft vor große Herausforderungen stellt. Denn agiles Arbeiten bedeutet genau das: Ständiges Lernen und ständige Veränderung. Die Vorteile liegen allerdings auf der Hand. Hat ein Unternehmen erst einmal verstanden, was es bedeutet, agil zu arbeiten und zu führen, hat man nicht nur ein motivierteres Team, das bei Entscheidungen viel Mitspracherecht hat, sondern kommt auch zu schnelleren Ergebnissen. Der dynamische und sich ständig verändernde Markt lässt sich nun schneller erfassen und das Unternehmen kann flexibler am Markt agieren. Das agile Manifest , welches 2001 von 17 Softwareentwicklern ins Leben gerufen wurde, bringt agiles Arbeiten noch einmal auf den Punkt. Zu den gängigsten agilen Methoden gehören zum Beispiel Design Thinking, Kanban und Scrum. (Wird in den nächsten Buzzword Tuesday Reihen erläutert) Die Google Zukunftswerkstatt bietet hierzu kostenlose Workshops an.

Business Model Canvas
Das Business Model Canvas ist eines der zahlreichen Modelle, mit dem man Geschäftsideen und disruptive Geschäftsmodelle entwickeln kann. Dabei ist es unabdingbar, eure Zielgruppe zu verstehen und mit Hilfe einer Empathy Map eine Persona (kommt bald im Buzzword Bingo) zu erstellen. Zur Ideengenerierung sollte man die zentralen Dimensionen eines Geschäftsmodells im Fokus haben. Also WAS ist ihr Produkt, WIE generieren Sie Umsätze, WER ist der Zielkunde und WIE wird Mehrwert geschaffen? Zur Ideengenerierung können auch „Business Pattern Cards“ genutzt werden. Hier gilt: Je größer und verrückter die Idee, desto besser! Danach werden die brauchbaren Ideen in das Business Model Canvas Modell übertragen. Solltet ihr mehr über das Thema Business Model Canvas erfahren wollen, können wir euch eine tolle Veranstaltung von der Google Zukunftswerkstatt empfehlen. Dort lernt ihr nicht nur, was das Business Model Canvas alles kann, sondern kommt selber ins Tun und dürft eine Geschäftsidee mithilfe des Models verwirklichen.

Design Thinking
Design Thinking. Auch kreatives Problemlösen, ist ein erlernbarer Prozess, welcher auf jedes komplexe Problem angewendet werden kann. Design Thinking ist also ein Mindset, mit dem Ziel, innovative Ideen hervorzubringen. Es soll Unternehmen, Manager, Mitarbeiter dazu befähigen, agil zu arbeiten und Kreativität zu leben. Es sollen Freiräume und neue Formen der Zusammenarbeit geschaffen werden. Beim Design Thinking Prozess werden Teams durch 5 verschiedene Phasen geführt. Durch die Veränderung von Gewohnheiten und das Generieren von Ideen durch Brainstorming gelingt eine innovative Problemlösung. Eine ausführlichere Beschreibung der 5 Phasen, sowie weitere Tipps und Tricks für ein erfolgreiches Design-Thinking erhaltet ihr in unserem Blogbeitrag.

Disruptive Innovation
Disrupted or be disrupted. Das ist hier die Frage. Disruption, disruptiv oder disruptive Innovation sind aus dem Manager Wortschatz nicht mehr wegzudenken. Es wird inzwischen so inflationär benutzt, dass man Ohrenschmerzen bekommt. Doch was sind eigentlich disruptive Innovationen und wie kann man sich vielleicht sogar davor schützen? Disruptive kommt aus dem Englischen und bedeutet zerstören, zerschlagen. Bei einer disruptiven Innovation werden also bereits bestehende Prozesse, Geschäftsmodelle oder auch ganze Märkte durch neue Entwicklungen im Rahmen einer Innovation substituiert und vom Markt verdrängt. (vgl. Gabler Wirtschaftslexikon) Diese Innovationen sind dabei keine Verbesserungen der alten Technologien, sondern setzen neu an und schaffen so einen ganz neuen Markt. Beispielsweise wurden Pferdekutschen damals vom Auto abgelöst. Auch Spotify ist ein Beispiel für eine disruptive Innovation, die Schallplatten oder CDs ersetzte. Es ist also unabdingbar, sich mit disruptiven Innovationen auseinanderzusetzen, um den Wettbewerb gegen die Konkurrenten nicht zu verlieren. Ansonsten könnte man bald so enden wie der Fotomaterialhersteller Kodak, ehemaliger Weltmarktführer, der den Trend der digitalen Fotografie verschlafen hat und 2012 insolvent gehen musste. Also liebe Leute, merkt euch eins: Man muss mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit. Clayton M. Christensen, Erfinder der Theorie der disruptiven Technologien, erklärt in vielen YouTube Videos, was das „Innovativor‘s Dilemma“ ist, und was man als Unternehmen tun kann.

Gamification
Gehen Sie nicht über Los, ziehen Sie nicht 4.000 Mark ein... Viele Unternehmen setzen heutzutage Gamification ein. Sie erhoffen sich durch die Einbindung spieltypischer Elemente in arbeitsbezogenem Kontext motiviertere Nutzer und Mitarbeiter. Dies geschieht entweder durch eine Fortschrittsanzeige, die den Status der Arbeit anzeigt, Punkte und Preise bei Aufgabenbewä ltigung oder Smileys und andere motivierende Elemente bei Erledigung guter Arbeit. Augmented sowie Virtual Reality spielen dabei keine unwesentliche Rolle. Die Games Branche bietet den Unternehmen sehr viel Potential, kann aber auch zu einer Gewöhnung und somit Senkung der Motivation führen. Ihr wollt noch mehr zu diesem Thema wissen? Dann können wir euch eine tolle Veranstaltung hierzu empfehlen.

Internet of Things
Internet of Things hier, IoT da, Internet der Dinge dort. Wenn es um Digitalisierung geht, scheint das Internet der Dinge gerade ganz vorne auf der Buzzword Liste zu stehen. Doch was genau ist eigentlich damit gemeint? Eine eindeutige Definition gibt es hierzu leider nicht. Internet of Things beschreibt eine globale Infrastruktur, eine Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet, bei der die sogenannten „smarten“ Gegenstände miteinander ohne menschliches Eingreifen kommunizieren können. So lassen sich viele Eingriffe automatisieren und vereinfachen. Als Beispiel kann man einen Kühlschrank nehmen, der einen sofort informiert, sobald bestimmte Lebensmittel fehlen oder gar selbstständig neue Lebensmittel bestellt. Auch selbstfahrende Autos gehören zum Internet der Dinge, wohingegen die Ausführung bisher eher noch Zukunftsmusik ist. Mehr Infos zum Thema Internet of Things, Smart home oder Smart City erhaltet ihr hier.

Scrum
Scrum - Was? Nein, es handelt sich hier nicht um eine neuartige Kaugummi Marke. Es ist auch keine ausgefallene Yoga-Übung oder ein leckeres Kochrezept. Scrum ist, wie das Design Thinking-Modell, eine agile Projektmanagementmethode, mit der Entwicklungen vorangetrieben werden und somit schnell und früh ein nutzbares Ergebnis vorliegt. Scrum stammt aus der Softwareentwicklung, wird aber heute auch in vielen anderen Bereichen eingesetzt. Der Begriff Scrum stammt jedoch von Ikujirō Nonaka und H. Takeuchi, die damit das Gedränge (englisch scrum) im Rugby als Analogie für außergewöhnlich erfolgreiche Produktentwicklungsteams beschrieben. Jeff Sutherland und Ken Schwaber, die als Erfinder von Scrum gelten, haben 3 Rollen definiert. 1. Den Product Owner, 2. Den Scrum Master und 3. Das Scrum Team. Der Product Owner ist für das Produkt, der Scrum-Master für die Einhaltung der Scrum Regeln und das Team für die Erstellung des Produktes verantwortlich. Der Prozess besteht aus iterativen Vorgehensweisen, welche bei Scrum „Sprints“ genannt werden. Sprints sollten in der Regel immer gleichlang sein und zwischen 1 und 4 Wochen liegen. Außerdem gibt es laut Scrum-Guide noch 3 Artefakte, Prozessdokumente, die der empirischen Prozesssteuerung dienen. Den Product Backlog, den Sprint Backlog und das Produktinkrement. Einen Scrum-Durchlauf genauer zu erläutern, würde den Rahmen dieser Buzzword-Reihe sprengen. Solltest du dich allerdings mehr mit dem Thema auseinandersetzen wollen, können wir dir die Seite Scrumalliance empfehlen. Hier kannst du dich nicht nur kostenlos über Scrum-Methoden informieren, sondern auch ein Scrum-Master Zertifikat machen, so wie unser Mark Heyen kürzlich.

UCC (Unified Communications and Collaboration)
Machen wir einen Skype Call, telefonieren wir oder habt ihr Slack? Unified Communication bedeutet einheitliche Kommunikation und verbindet verschiedene Kommunikationsdienste wie Telefon, Email, Messaging in einer gemeinsamen Plattform. Collaboration integriert zusätzlich Kollaborationsdienste, um sich gegenseitig den Bildschirm zu teilen und gleichzeitig gemeinsam Dokumente zu bearbeiten. Dies verbessert die Erreichbarkeit von Anwendern, fördert die Zusammenarbeit von Teams und soll so geschäftliche Prozesse beschleunigen. Allerdings lässt die Integration der Kommunikations- und Kollaborations-Tools noch einige Fragen offen. Es gibt verschiedene UCC-Lösungen von unterschiedlichen Anbietern wie Microsoft, Cisco oder Siemens. Für eine vollständige und umfassende Integration ist demnach Zeit und Knowhow unabdingbar. Die Swisscom hat hierzu ein tolles Whitepaper bereitgestellt, welches ihr euch hier kostenlos anfordern könnt. Außerdem könnt ihr euch auf dieser Webseite weitere Informationen holen.

VUCA-Welt
Was auf den ersten Blick wie ein Planet der Star Wars Episode klingt, soll eigentlich Merkmale der modernen Welt beschreiben. Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran, neue Technologien werden entwickelt und Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt. Führungskräfte müssen anders agieren und sich den schnell verändernden Bedingungen anpassen. Doch wofür steht VUCA? VUCA ist ein Akronym aus den englischen Begriffen Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity. Volatil bedeutet veränderlich, flüchtig. In einer Welt, die sich immer schneller verändert, wird von Organisationen ein hohes Maß an Innovations-Fähigkeit gefordert. Uncertainty heißt im Deutschen Ungewissheit. Vorhersehbarkeit und Berechenbarkeit von Ereignissen nehmen rapide ab und erfordern von Führungskräften, sich über Trends zu informieren und auf dem Laufenden zu bleiben. Complexity. Unsere Welt ist komplexer geworden. Entstanden durch die globale Vernetzung, die voranschreitende Digitalisierung und interkulturelle Verschiedenheiten. Man muss also sein Unternehmen agil steuern und kann sich nicht mehr linear in eine Richtung bewegen. Ambiguity, beschreibt die Mehrdeutigkeit einer Situation oder Information. Was in einer Situation funktioniert hat (Best Practice), kann das nächste Mal schief gehen. Was bedeutet dies nun aber für Unternehmen und Führungskräften? Letztendlich bedeutet VUCA für Unternehmen stets wachsam zu bleiben und jederzeit für Veränderungen bereit zu sein und bei Entscheidungen seine Ratio zu benutzen. Mehr zum Thema VUCA könnt ihr auf dieser Website finden.


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